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Dienstag, 30. Mai 2023

Blüten für Bienen und Schmetterlinge

(c) Botanischer Garten/Max Winkler

Dr. Ursula Kaupert, Biologin und gern gesehene Referentin beim Imkerverein Gräfelfing und Umgebung, bietet am Sonntag, 25. Juni, im Botanischen Garten in München eine Führung zu insektenfreundlichen Pflanzen an. Die Teilnehmergebühr in Höhe von 3.- Euro wird direkt am Treffpunkt um 10.00 Uhr vor dem Gewächshauseingang kassiert. Eine Anmeldung zur Führung ist nicht nötig.

Dienstag, 3. Januar 2023

Bayerisches Projekt erhält EU-Bienenpreis


Die von der bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau entwickelte Blühmischung für Biogasanlagen, der "Veitshöchheimer Hanfmix", ist in Brüssel mit dem European Bee Award, dem Bienenpreis des Europäischen Parlaments, ausgezeichnet worden.


Die Mischung aus 30 ein- und mehrjährigen Pflanzenarten blüht abwechselnd den ganzen Sommer über und liefert über Biogasanlagen erneuer- und speicherbare Energie aus Wildpflanzen. Mittlerweile wird die Mischung in vielen bayerischen Ackerbauregionen angebaut und trägt zur Artenvielfalt bei. Die Förderung über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm sorgt dafür, dass die Mischung auch betriebswirtschaftlich attraktiv ist. Nach Aussage des Landwirtschaftsministeriums in München liegen die Vorteile für die Natur und die Betriebe auf der Hand: Die Agro-Biodiversität werde mit der Mischung erheblich gestärkt, sie biete den Insekten Nahrung, schütze vor Erosion und verschaffe auch im Winter dem Niederwild Deckung und Nahrung.


Zwar ist die Ausbeute an Methan in den Biogasanlagen im Vergleich zum Mais geringer, doch benötigt der Mix außer Düngung und Ernte keine weiteren Arbeitseinsätze der Landwirte und liefert auch in trockenen Jahren stabile Erträge. Im betriebswirtschaftlichen Ergebnis kommt er daher an eine Maisfruchtfolge heran, in Zeiten hoher Spritpreise dürfte der Mix den Maisanbau wegen des geringeren Maschineneinsatzes sogar schlagen. Zudem trägt die Blühmischung zur Reduzierung der Nitratwerte im Boden bei, wodurch sie sich besonders für die Sanierung von nitratbelasteten Böden und den Anbau in Wasserschutzgebieten empfiehlt.

Samstag, 17. Dezember 2022

Schweizer Fußballer helfen Bienen

Der Berner Sportverein BSC Young Boys, bekannt für seine erfolgreiche Fußballmannschaft, hat eine Fundraisingaktion gestartet, um neue Blühflächen zu schaffen. Dafür verkauft er seit gestern im Fanshop digitale Sammelbilder von Bienen, sogenannte Non Fungible Tokens/NFT. Der Reinerlös fließt zu 100 Prozent in das Blühflächenprogramm der Schweizer Imkervereinigung BienenSchweiz.


Die NFT-Kollektion umfasst 3.000 Bilder im Comicstil mit unterschiedlichen Accessoires der Young Boys, sogenannte Traits, die auf der nachhaltigen Flow-Blockchain gemintet, also geprägt, werden. Diese YBees kosten je nach Seltenheit ihrer Traits 20 bis 300 Franken und werden in mehreren Tranchen zum Kauf angeboten. Zum gestrigen Start wurden die ersten 300 YBees freigegeben.

Käufer erhalten je nach Raritätsstufe der erworbenen YBees zusätzliche Geschenke - von einer Urkunde über Young-Boys-Bienenwachstücher und Young-Boys-Honig bis hin zum Mannschaftsbesuch.

Samstag, 30. April 2022

Studie belegt Wirkung von Blühoasen für Insekten

Schon vier Quadratmeter Wildblumenwiese in einem Garten können eine wertvolle Oase für Insekten sein. Wesentlich mehr Bestäuber seien dann zu finden, zeigt ein zweijähriger Versuch englischer Forschender gemeinsam mit Bürgerwissenschaftlern. Demnach gibt es zum Beispiel mehr wilde Bienen und Hummeln sowie Wespen in Gärten mit einer solchen Mini-Blumenwiese.

Bild: University of Sussex in Brighton

"97 Prozent der Wildblumenwiesen im Flachland gingen in England und Wales zwischen 1930 und 1984 verloren", erklärt die Gruppe um Janine Griffiths-Lee von der University of Sussex in Brighton in der Fachzeitschrift "Journal of Insect Conservation". Könnten schon kleine Blühflecken mit Pflanzen, die früher auf diesen Wildblumenwiesen wuchsen, helfen, den Lebensraum für nützliche Insekten zu verbessern und die biologische Vielfalt zu erhöhen? Um das zu klären, rief das Team über eine Amateurforschereinrichtung und soziale Medien Bürger mit einem mindestens 20 Quadratmeter großen Garten zum Mitmachen auf.

150 Bürgerwissenschaftler wurden in drei Gruppen eingeteilt: Eine erhielt eine Wildblumen-Samenmischung, wie sie in Gartencentern zu kaufen ist; eine bekam eine Samenmischung, die nach wissenschaftlicher Literatur über die Vorlieben nützlicher Insekten zusammengestellt war; für die dritte Gruppe gab es keinen Samen, sie diente als Kontrollgruppe. Alle Teilnehmer erhielten farbige Schalen, die mit Wasser und etwas Spülmittel gefüllt werden sollten - damit wurden Insekten gefangen. Im zweiten Jahr kamen noch Klebfallen hinzu. Diese wurden von Mai bis August jeweils in der ersten Woche des Monats für zwei aufeinanderfolgende trockene Tage aufgestellt.

Insgesamt 34.438 gefangene Insekten wurden von Fachleuten bestimmt, bevor alle erhobenen Daten mit statistischen Methoden ausgewertet wurden. Schon im ersten Jahr zogen die Gärten mit Mini-Wildblumenwiesen demnach 109 Prozent mehr Hummeln, 24 Prozent mehr Solitärbienen und 126 Prozent mehr einzeln lebende Wespen als die Kontrollgärten an. Im zweiten Jahr waren es dann 111 Prozent mehr Hummeln, 87 Prozent mehr Solitärbienen und 85 Prozent mehr einzeln lebende Wespen.

Dabei zog die erste Mischung mehr Bienen und Hummeln, die zweite Mischung mehr Wespen an - darunter auch parasitäre Wespen, die sich im Nachwuchs von Schadinsekten einnisten und sie töten. Kornblumen, Magerwiesen-Margeriten, Schwarze Flockenblumen, Möhren, Horn- und Wiesenklee sowie Rote Lichtnelken waren in beiden Mischungen vertreten. Insgesamt aber sorgte die erste, gekaufte Mischung im zweiten Jahr für eine deutlich höhere biologische Vielfalt unter den Insekten als die zweite Mischung.

"Unser Test zeigt, dass Miniwiesen Bestäubern wirklich helfen können, indem sie sowohl die Insektenanzahl als auch die Vielfalt im Garten erhöhen", erklärte Griffiths-Lee. Selbst kleine Blumenbeete, ob in Gärten, Kleingärten oder an Straßenrändern, könnten Insekten und Bestäubern messbare Vorteile bringen. Die Forschergruppe hofft, dass die Ergebnisse mehr Gartenbesitzer dazu bringen, kleine Wildblumenwiesen anzulegen - und seien sie auch nur vier Quadratmeter groß.

Samstag, 23. April 2022

Blühstreifen helfen beim Artenschutz

Richtig angelegte Blühstreifen schützen laut einer Projektbilanz der Deutschen Wildtier Stiftung tatsächlich wie erhofft Bienen und andere Insekten. In München seien auf sieben ausgewerteten Flächen 60 unterschiedliche Wildbienenarten gezählt worden, sagte der Experte der Stiftung, Manuel Pützstück. Insgesamt gebe es in der bayerischen Landeshauptstadt nach aktuellem Wissen 210 der deutschlandweit fast 600 Arten.

Artenreiche Blühwiese mit vielfältigen Niststrukturen. Bild: Deutsche Wildtier Stiftung

"Das ist nur ein Status-quo-Bild, das uns aber zeigt, dass auf den künstlich angelegten Blühflächen viele Arten vorkommen können und sie ein wichtiges Mittel sein können, um Arten zu schützen", erläuterte der Biologe. Zumal die Fachleute auch besonders bedrohte Bienenarten oder Arten, die die Pollen ganz bestimmter Pflanzen zum Überleben brauchen, in München nachweisen konnten.

Entscheidend dafür ist nicht nur eine blühende Wiese an sich: Bei der Anlage muss das richtige Saatgut verwendet werden, und in der direkten Umgebung muss es Nistmöglichkeiten etwa im Totholz geben. "Nur wenn beides in unmittelbarer Nähe vorherrscht, haben die Tiere die Möglichkeit, zu überleben und eine Population zu gründen", sagte Pützstück. Das hätten Erfahrungen aus vier Jahren gezielter Projektarbeit zum Bienenschutz gezeigt. In der Zeit seien - gemeinsam mit Projektpartnern - diverse Blühwiesen mit einer Gesamtfläche von 24.500 Quadratmetern angelegt worden. Eine Übersicht ist hier zu finden.

"Blühstreifen allein können den Insektenschwund nicht aufhalten, sie sind aber ein wichtiges Instrument", bilanzierte Pützstück. Zumal Wildbienen eine der wichtigsten Bestäubergruppen bilden und als Zeigerart gelten. "Wenn es den Wildbienen gut geht, geht es auch vielen anderen Tieren und Insektenarten gut."

Samstag, 31. Juli 2021

Ein Idee nimmt Formen an – so sieht es heute aus


Perfekt macht es nur die Natur selbst! Aber mit unserer Starthilfe kann sie dort jetzt schalten und walten.

Unser Ziel war und ist nicht nur ein einjähriger, prächtiger Blühstreifen - wie er in der Landwirtschaft sei es in der Schweiz oder auch in Bayern gefördert wird, der dann wieder umgebrochen und erneut gesät werden muss -, sondern ein kleines Naturrefugium, in dem Mutter Natur sich wieder etablieren kann und auch verschiedene Arten wie Schmetterlinge und andere Wildinsekten sich entfalten können. Diesem Ziel sind wir schon ein gutes Stück näher gekommen.


Von der Saat im Juni unter teils sehr widrigen Umständen, mit Gewitter und Sturm bis heute sind wir dankbar für jede Blume die aufgegangen ist. 


Die wichtigsten Protagonisten, waren leider nicht zum Stillsitzen zu überreden, aber wer immer einen Blick auf die Wiese in echt werfen will, sei herzlich dazu eingeladen: Kaltenberg, Schwabhauser Ring. Nicht zu übersehen in den sonst ausgeräumten Agrarflächen...

Dienstag, 13. Juli 2021

Schweiz legt "Nützlingsblühstreifen" an



In der Schweiz ist nach einigen Testjahren das Projekt Nützlingsblühstreifen angelaufen. Dabei werden zum einen Blühstreifen angelegt, um Getreide"wüsten" für bestäubende Insekten zu verringern, und zugleich zum anderen eine biologische Schädlingskontrolle auf dem Acker zu erreichen. 

In den Tests waren einjährige Streifen mit 13 bis 16 Wild- und Kulturpflanzenarten wie Kornblume, Koriander, Buchweizen, Mohn und Dill angesät worden. Mit der Folge, dass das Aufkommen des schädlichen Getreidehähnchens in den angrenzenden Winterweizenfelder um 40 bis 53 Prozent niedriger war als in Äckern ohne Blühstreifen. Der geringere Schädlingsdruck führte dann sogar zu einem um 61 Prozent verminderten Schaden an den Weizenpflanzen. Auswertungen der Tests ergaben zudem, dass neben den Gegenspielern von Getreidehähnchen und Blattläusen deutlich mehr Tier- und Pflanzenarten profitierten. Besonders dann, wenn die Blühstreifen in mehrjährige Lebensräume mit Hecken, extensiven Wiesen und Buntbrachen integriert wurden.

Darüber hinaus schulen die Schweizerischen Agrarbehörden interessierte Bauern in einer Betriebsweise, die Rücksicht auf Nützlinge nimmt, und in ihrem Bestreben, den ökologischen Ausgleich in Ackerbaugebieten zu vergrößern.

Dienstag, 6. Juli 2021

Oberpfälzer Gemeinde Zandt blüht auf

Die Oberpfälzer Gemeinde Zandt mit ihren Ortsteilen Harrling und Wolfersdorf sollte Vorbild für alle Kommunen in Bayern sein. In der 2.000-Einwohner-Gemeinde haben Jäger 2006 damit angefangen, Blühstreifen in Wiesen am Orts-und Waldrand für das Wild anzusäen. 2017 wurde daraus die Initiative "Zandt,die blühende Gemeinde", die vergangenes Jahr auch den 1. Preis des bayerischen Landwirtschaftsministeriums beim Wettbewerb "Landwirt.Imker.Miteinander" gewonnen hat.


In und um den Ort machen inzwischen rund 140 Grundstücksbesitzer mit, vom Landwirt, der Blühstreifen oder ganze Blumenwiesen sät und pflegt, bis zum Gartenbesitzer, der statt Rasen Wildblumen wachsen lässt. Auch die Gemeinde hat auf ihren eigenen Flächen immer mehr Blühflächen, die man dann auch über den Winter stehen lässt, damit Insekten in den hohlen Stängeln überwintern können. Anfangs kritisierten das manche noch als "Schlamperei", blickt Bürgermeister Hans Laumer zurück. Inzwischen sei aber der Gedanke des Arten-und Insektenschutzes so sehr in den Köpfen der Bürger verankert, dass er immer wieder Anregungen bekommt, wo man noch was aussäen könnte. 

Aus anfangs sieben Hektar insekten-und bienenfreundlicher Blühfläche sind inzwischen über 40 Hektar geworden. 100 Obstbäume wurden neu gepflanzt, Tendenz noch immer steigend. Jedes Jahr kommen mehr Flächen dazu - und auch neue kreative Ideen. Zandt profitiert davon, dass Hans Laumer neben seinem Ehrenamt als Bürgermeister als hauptberuflicher Wildlebensraumberater für Niederbayern arbeitet, sich also fachlich auskennt. Er hat auch schon selbst mit dem Traktor Flächen bei Gartenbesitzern umgefräst, um dort insektenfreundliche Blühpflanzen anzusäen. Der Fachmann rät davon ab, bei einer Neuanlage irgendwelche Samentütchen zu kaufen. Manche Blumensamen, die als bienenfreundlich verkauft würden, enthielten exotische Mischungen, die heimischen Insekten wenig brächten. So kämen etwa nicht einmal heimische Wildbienen mit langem Rüssel in viele exotische Blüten, um den Nektar zu erreichen. Zandt habe zwar an manchen exponierten Stellen im Ort auch "solche Showmischungen" angesät, sagte der Bürgermeister, um was fürs Auge zu bieten. Aber das sollten Ausnahmen bleiben. Besser seien aber die zertifizierte "Veitshöchheimer Bienenweide" oder die sogenannten KULAB-Mischung aus dem Vertragsnaturschutz, die es auch im Landwirtschaftshandel zu kaufen gibt. Diese Mischungen enthielten Samen, die tatsächlich heimische Insekten förderten.

Veitshöchheimer Mischung "Ganz in Rosa"

Samstag, 22. Mai 2021

Eine Idee nimmt Formen an - so geht's voran


Das Saatbeet war leider noch nicht fein genug, also eine Umkehrfräse ausgeliehen und per Hand den Acker auf Vordermann gebracht. Umkehrfräse deshalb, weil der Boden umgedreht wird und dabei die Steine nach unten gelegt werden. Feine Sache, man muss halt nur auch umkehrt laufen, also immer schön rückwärts gehen… Zwei Tage lang. Aber leider wuchs unser Lesesteinhaufen nicht genug an, im Acker waren zu wenige Steine zu finden!


Der Zufall führte uns zu Tiffany, Felix und ihrem Seniorchef, gleich ums Eck in Geltendorf. Ihr Garten war mit Steinen reichlich gesegnet, und so unterstützten sie gerne die Sandbienen & Co mit zwei großen Anhängern voller Steine. 


Nun sind wir steinreich 😄, aus dem Häuferl Elend wurde ein richtiger Steinhaufen - und für das Sandarium ein richtiger Steinkranz aufgeschichtet mit genügend Verstecken für die anderen Mitbewohner auf so einer Ökofläche. Herzlichen Dank!


Jetzt kann das Saatgut kommen...

Samstag, 8. Mai 2021

Eine Idee nimmt Formen an


Schon lange hegen wir, Hobbyimker Christian und imkernde Hobbygärtnerin Renate, den Wunsch, die an ihren zweiten Bienenstand angrenzende Ackerfläche bienenfreundlich zu gestalten. Insbesondere auch nach der bitteren Erfahrung mit den Auswirkungen so manch angeblich bienenunschädlichen Pflanzenschutzmittels für Mais: der Verlust von drei der vier Völker war eine sehr einschneidende Phase im Imkerdasein. Aber dies ist überwunden, und nun ergab sich die Gelegenheit, die Bewirtschaftung selbst in die Hand zu nehmen.

Eigentlich ist das Ganze auch ein bisschen unserem Nachbarn zu verdanken, er machte mal den Vorschlag, die Wiese mit "schönen Blümerl" einzusäen - auch seine Hälfte. Vielen Dank für die Möglichkeit, seine wesentlich größere Fläche mit in dieses Projekt einzubeziehen.

Die Fläche insgesamt etwa 6.000 Quadratmeter soll nicht nur kurzfristig den eigenen Bienen dienen, sondern auch als Platz für Wildbienen und andere Insekten bereitstehen, kurzum ein kleines Naturrefugium. Eines, das hoffentlich gelingt und den einen oder anderen zum Nachahmen animiert!

Am Anfang steht die Planung: Mit Hilfe der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Landsberg am Lech wurde eine Skizze für die verschiedenen Rückzugsorte erstellt, Totholz, Lesesteinhaufen als Baumaterial für so manche Wildbiene und eine „Lehmpfütze“ als Tränke sind vorgesehen. Genauso wie ein Sandhaufen für Sandbienen & Co. Da können wir dann gleich aus den Erfahrungen vom jüngsten Projekt unserer Uschi lernen, wie diese Bienenart angesiedelt werden kann.





Bei der Gestaltung der Fläche muss stets auf eine nur einen Meter tief im Boden verlaufende Leitung mit einem Schutzstreifen Rücksicht genommen werden. Also geht nicht alles, aber ein bisserl was geht allerweil.



So sah die Fläche noch im März aus, die Greeningfläche war noch nicht gemulcht, aber jetzt ist dies schon erledigt.

Bei der Einsaat ist regional typisches Saatgut zu verwenden. Da es eine richtige Blumenwiese sein soll und nicht in erster Linie Tierfutter, ist diese Mischung leider nicht Standard. Aber mit der fachmännischen Beratung von Herrn Knappe der Firma KnapKon aus Frickenhausen wurde eine 100-prozentige Blumenwiese für den langfristigen Bestand zusammengestellt - und dies trotz der geringen Saatgutbestellung für lediglich 6.000 Quadratmeter ermöglicht. Klare Arbeitsanweisungen gab´s noch gratis. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle, dass er sich hierfür Zeit genommen hat.

Unser Landwirt hat sich bereit erklärt, der Fläche noch den letzten Schliff zu geben, soweit es seine Geräte zulassen. Den Rest müssen wir halt in Handarbeit machen, aber das erspart das Fitnessstudio.


Am Samstag 25.04.2021 überraschte uns dann der Nachbar, Jörg Burchardt, Gemeinderat der ÖDP mit iner Schubkarre voller Bäume und Sträucher - von Vogelkirsche über Holunder bis zu einer Tanne. Na dann, ran an den Spaten, gleich alles eingebaut, eingegossen und mit einem Wasservorrat aus Gefrierbeuteln versorgt hoffen wir, dass diese zukünftigen Windbremsen gut anwachsen.

Was steht als nächstes an? Vor der Einsaat noch das Saatbeet krümeliger zu bekommen, notfalls mit der Gartenfräse und Walzen. Die dicken Steine absammeln und damit den Lesesteinhaufen aufzubauen. Da Maibaumaufstellen eh nicht geht, sammeln wir halt Steine 😁

Für konstruktive Ratschläge sind wir immer offen, wer also seine Erfahrungen mit uns teilen will, schickt uns einfach eine Mail: christian.boehm40@gmail.com

Christian und Renate

Allgemeines zum Anlegen eines Bienengartens:


Donnerstag, 6. Mai 2021

Weltbienentag: Slow-Food-Veranstaltung mit Honigverkostung

Am Weltbienentag, dem 20. Mai, diskutieren Slow Food und ProBiene in einem Online-Meeting Ideen für eine bienenfreundliche Land(wirt)schaft. Unter anderem soll es dabei um die Bestäubungsleistung, Artenvielfalt, Pestizide und einen lebenswerten Kulturraum gehen. Als Bienenexperten hat Slow-Food-Vorsitzende Nina Wolff den Hallenser Zoologen Robert Paxton, den Bioimker Franz Botens, Vizevorsitzender des Landesimkerverbands Rheinland-Pfalz und ProBiene-Geschäftsführer Tobias Miltenberger eingeladen.

Nach der Diskussion ist eine Honigverkostung mit Klaus Steinhilber, dem Inhaber der Demeter Natura-Imkerei in Wattenheim, anberaumt. Dabei werden Honig von der dunklen Biene, Wald- und Wiesenhonig aus Blüten und Honigtau sowie Edelkastanienhonig verkostet. Die Teilnahme daran kostet 24,90 Euro, für die man jeweils ein Glas der drei genannten Honige erhält. Anmeldungen sind unter diesem Link möglich. Damit bestellt man automatisch gleich das Honigpaket, das am 14. Mai versandt wird.


Am Weltbienentag, 20. Mai, beginnt dann um 19.00 Uhr das Zoom-Meeting unter der Moderation des Journalisten Sven Prange, danach schließt sich die Honigverkostung an. Anmeldeschluss ist der 10. Mai.

Dienstag, 6. April 2021

Blühphasen der Trachtpflanzen melden

Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Rheinland-Pfalz hat Menschen dazu aufgerufen, an einem Blühpflanzen-Monitoring mitzuwirken. Gerade für Imker sei das Projekt besonders wichtig, weil dadurch Trachtpflanzen bundesweit dokumentiert würden.

Meldungen werden unter diesem Link entgegengenommen. Festgehalten werden soll der Blühbeginn, bei dem sich etwa zehn Prozent der Blüten geöffnet haben, beziehungsweise die Vollblüte von wichtigen Bienenweidenpflanzen, um längerfristig den Blühbeginn in Abhängigkeit zum Witterungsverlauf frühzeitig prognostizieren zu können.

Eine filterbare Karte aller bisher eingegangenen Meldungen ist unter folgendem Link zu finden: 

https://www.dlr.rlp.de/Internet/global/inetcntr.nsf/dlr_web_full.xsp?src=YSD25V079K&p1=8U55BX396A&p3=165V7FS7SH&p4=HY3576SY58 

Daran ist auch bereits erkennbar, wie der Blühbeginn einzelner Bienenweiden aus den milden Tallagen in höhere Regionen wandert.

Samstag, 3. Oktober 2020

Tausende Gärten - Tausende Arten

Kennt Ihr schon das Projekt „Tausende Gärten - Tausende Arten“? Die Bundesregierung und mehrere Organisationen möchten damit die biologische Vielfalt fördern und die 36 Millionen Bundesbürger mit Garten für einheimische Wildpflanzen begeistern.


Auf der Homepage www.tausende-gaerten.de sind jede Menge Informationen zu naturnahem Gärtnern geboten - und eine Plattform, um sich bundesweit darüber auszutauschen. Derzeit befindet sich eine Karte im Aufbau, in die sich Teilnehmer eintragen und sogar Bilder von ihren grünen Inseln präsentieren können. Zum einen können so Anregungen für die eigene Oase gewonnen werden, zum anderen wird auf einen Blick ersichtlich, wo noch unüberwindbare Wüsten für Insekten sind.


Wenn sich immer mehr Garten- oder auch Balkonbesitzer der naturnahen Arbeitsweise verpflichten, blüht mit einheimischen Wildpflanzen die biologische Vielfalt wieder auf, weil Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer, Vögel und viele weitere Tiere in den Garten und auf den Balkon gelockt werden. Auf der Homepage sind dafür praktische Tipps zur Anlage und zur Pflege eines solchen Gartens zu finden, inklusive vieler Informationen über ausgewählte Pflanzen und Tiere. Mittelfristig wollen die Initiatoren auch ein Netzwerk von Gärtnereien und Gartencentern aufbauen, die auch entsprechendes Saatgut und Pflanzen anbieten. Bislang ist es nämlich gar nicht so einfach, regional passendes Saatgut zu kriegen. Aber eine erste Saatgutmischung für sonnige, trockene Standorte wurde bereits entwickelt. Sie enthält gut 20 Arten, darunter Wiesenflockenblume, Schafgarbe, wilde Karde und Klatschmohn.


Für den Fleiß gibt's auch einen Preis: Wer möchte, kann seinen Garten zur Prämierung anmelden und kriegt bei vorbildlicher Arbeit das Gütesiegel, eine Plakette in Gold, Silber oder Bronze. Dabei sind die Disziplinen dieser Olympiade nicht weniger schweißtreibend als mancher Sport 😉, so weisen die Musterbeispiele für naturnahe Gärten neben einheimischen Wildpflanzen auch begrünte Dächer oder Bauwerke aus unbehandeltem Holz, Biotope aus Sand oder Wasser und Nisthilfen für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.

Alle Bilder: Tausende Gärten - Tausende Arten

Dienstag, 29. September 2020

"Naturkrimi" vom Imkerverein Augsburg

Der Imkerverein Augsburg Land hat in Zusammenarbeit mit 26 Projektpartnern in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Projekte zum Insektenschutz umgesetzt. Die als große Präsentation geplante Bilanz der großen Blühoffensive fiel Corona-bedingt aus.

Stattdessen haben die Verantwortlichen eine 56-seitige Broschüre veröffentlicht. Zu jeder einzelnen Maßnahme schrieben die Organisatoren einen Erfahrungsbericht, die Geschichten sind zu einem "Naturkrimi" zusammengefasst, in dem die genaue Vorgehensweise zum Nachahmen anregt. Zudem sind Ansprechpartner genannt, die gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Anregungen gibt es für bewohnte Bereiche, zum Beispiel für einen intelligenten Blumenkasten, ebenso wie für die Landwirtschaft, der unter anderem die durchwachsene Silphie anempfohlen wird, und den Forst, wo es etwa um den Lebensraum der Waldameise geht.

Beim Landesverband der bayerischen Imker kann der spannende und wirklich schön aufgemachte "Naturkrimi" unter folgendem Link kostenlos heruntergeladen werden:

https://www.lvbi.de/wp-content/uploads/2020/09/Naturkrimi-Augsburg.pdf

Dienstag, 22. September 2020

Naturnaher Garten für Hummeln und Co


Die Vorsitzende des Imkervereins Gräfelfing und Umgebung, Annette Rosellen, hat anlässlich einer Kunstausstellung einen Vortrag zum Thema naturnahe Gärten für Insekten gehalten. Das Thema der Ausstellung vom Kunstkreis Gräfelfing war "Phänomenal floral", eine Schau mit Gemälden, Skulpturen und Fotos zu Pflanzen in all ihren Stadien, und hatte geradezu nach einem Brückenschlag zu allem, was im Garten kreucht und fleucht, verlangt. - Eine "perfekte Symbiose", urteilten sowohl Annette Rosellen als auch Organisatorin Ingrid Gardill. Die Ausstellung in der Gartenstadt-Villa - direkt neben dem Lehrbienenstand des Vereins - ist noch bis 4. Oktober zu sehen.

Der Vortrag war leider nur einmalig angesetzt, kann aber (mit und ohne Referentin) bei Annette Rosellen angefordert werden. Darin ging sie zunächst auf Beispiele ein, wie künstlerisch manche Wildbienen im Garten wirkten: etwa die Auen-Schenkelbiene, die Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene oder Blattschneiderbienen.


Danach empfahl sie für Insekten geeignete Pflanzen, warb um ein Blühangebot während der gesamten Saison und rief die Hausbesitzer auf, auch Unordnung in ihren Gärten zuzulassen. Konkret sollten etwa der englische Rasen durch eine Blumenwiese ersetzt, Stauden bis zum nächsten Frühjahr stehen gelassen und auch offene Böden als Nisthilfen für Wildbienen angeboten werden. Darüber hinaus sollten Mähintervalle verlängert und schon gar keine Mähroboter eingesetzt werden. Auch eine nächtliche Beleuchtung im Garten schade den Insekten, sie "fliegen sich rund um die Lichtquelle tot", bedauerte Annette Rosellen.


Auch die weiterführende Literatur kann beim Imkerverein Gräfelfing und Umgebung ausgeliehen werden!

Dienstag, 2. Juni 2020

Wildbienenhotels zu gewinnen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen Wettbewerb ausgeschrieben, um eigens für Insekten angelegte Blühflächen zu kartographieren. Wer entsprechende Flächen - von Balkongröße bis zu ganzen Hektar - einträgt, kann eine Nisthilfe für Wildbienen gewinnen. Die Eintragungen sind bis 16. August online unter https://www.bienenfuettern.de möglich.



Auf der Internetseite, die Imkervereinsvorsitzende Annette Rosellen gefunden hatte, werden auch allerhand Informationen zu den Leistungen der Bienen für uns Menschen geliefert. Zum Glück nicht so ein Schmarrn, wie ihn die Chefin Julia Klöckner zum Weltbienentag verzapft hat, wonach Wein und Getreide von Bienen bestäubt wird...