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Dienstag, 30. Juni 2020

Podcast zum Agraratlas

Der Kiebitz und das Rebhuhn sind in Deutschland fast ausgestorben. Der Grund: Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, durch Monokulturen und Überdüngung, verschwinden ihr Futter und ihr Lebensraum. Denn Felder und Wiesen, Hecken und Gräser weichen riesigen Mais- und Rapsfeldern. Die EU-Agrarförderungen gehen nämlich vor allem in die Fläche und nicht in ökologisch arbeitende landwirtschaftliche Betriebe. Das führt dazu, dass große Betriebe immer größer werden und immer mehr kleine und mittlere aufgeben: Das sogenannte Höfesterben ist in ganz Europa zu beobachten.




Der Podcast der Heinrich-Böll-Stiftung zu ihrer Agrarstudie beschäftigt sich intensiv mit den Themen Strukturwandel und Biodiversität und zeigt, was besser gemacht werden könnte.

Ein Podcast mit:
Julia Schmid und Astrid Häger, Humboldt-Universität Berlin
Konstantin Kreiser, Nabu
Steffi Lemke, Bündnis 90/Die Grünen

Freitag, 15. Mai 2020

Podcast zum Insektenatlas (3/3)



Insekten und Fleischkonsum – Wie hängt das eigentlich zusammen? Was ist da möglich, sinnvoll oder überhaupt notwendig? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser Beitrag der Heinrich-Böll-Stiftung zum Insektenatlas. Darin kommen Forscher zu Wrot, die mit Insekten als Futtermittel experimentieren, Alltagserfahrungen mit Insekten als Lebensmittel schildern und erklären, warum Insekten in einer konsequent ökologischen Ernährung vermutlich gar nicht notwendig sind.

Ein Podcast mit:
Christine Chemnitz, Heinrich Böll Stiftung
Christian Rehmer, BUND e.V.
Ruth Pammer und
Peter Schweiger, Global 2000 Österreich


Quelle: https://soundcloud.com/boellstiftung/insektenatlas-insekten-als-nahrungsmittel

Sonntag, 5. April 2020

Podcast zum Insektenatlas (2/3)



Der zweite Teil des Podcasts zum diesjährigen Insektenatlas der Heinrich-Böll-Stiftung setzt sich mit der Ökologie auseinander. Vier Millionen Tonnen Pestizide landen weltweit alljährlich auf den Feldern - und bedrohen die Artenvielfalt und die Ökosysteme. Pestizide sind mitverantwortlich für das Insektensterben. Es werden Fragen aufgeworfen, wie wir das verhindern können und wie eine insektenfreundliche Landwirtschaft aussehen könnte.

Ein Podcast mit:
Peter Krenz, Geschäftsführer des Ökodorfs Brodowin
Bärbel Gerowitt, Professorin für Agrarwissenschaft in Rostock
Katrin Wenz, Agrarreferentin beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)


Quelle: https://www.boell.de/de/media/soundcloud/insektenatlas-pestizide-23

Freitag, 20. März 2020

Podcast zu Insektenatlas (1/3)


In diesem Podcast geht es um die Sechsbeiner im Spannungsfeld mit der Landwirtschaft: um Bienen, Ameisen, Springschwänze, körnige Laufkäfer, Hummeln und viele mehr - es geht um Insekten!



Insekten stellen 70 Prozent der Tierarten weltweit und sind damit die artenreichste Gruppe aller Lebewesen – und doch sind sie derzeit bedroht. Warum sterben Insekten gerade massenhaft aus und was hat das mit unserer Landwirtschaft zu tun? Darum geht es in der ersten Folge dieser dreiteiligen Podcast-Serie, die begleitend zum gedruckten Insektenatlas erscheint.

Ein Podcast mit:
Teja Tscharntke, Agrarökologe Universität Göttingen
Jens Esser, Entomologische Gesellschaft Orion-Berlin
Christine Chemnitz, Projektleiterin Insektenatlas Heinrich-Böll-Stiftung


Quelle: https://www.boell.de/de/insektenatlas?fbclid=IwAR0QpcWAEkLjpEcrmx875chzkLSsYqRq5r82kiRNr7qKUF4rIQc9qorr-ic

Donnerstag, 9. Januar 2020

Artensterben von immensem Ausmaß

Das globale Insektensterben hat dem "Insektenatlas" zufolge dramatische Ausmaße angenommen. Eine mögliche Folge: Ein Ernterückgang von bis zu 90 Prozent bei manchen Obst- und Gemüsesorten.
Hauptsächliche Ursachen für das weltweite Insektensterben sind fehlender Lebensraum, fehlende Nahrung und dazu noch Gift - heißt es im ersten "Insektenatlas" der Heinrich-Böll-Stiftung und des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND).
Die Umweltschutzorganisation BUND und die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung mahnen in der Publikation dramatische Rückgänge bei Insektenpopulationen weltweit an. "Das ist umso dramatischer, als Insekten eine der fundamentalen Lebensgrundlagen unserer Welt sind", sagte Barbara Unmüßig, Stiftungsvorstand, bei der Vorstellung der Erhebung in Berlin.
Dafür, dass die Zahl der Insektenarten und die der Insekten insgesamt rückläufig ist, gibt es dem Atlas zufolge zahlreiche Belege. So seien etwa bei der Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland die Populationen rückgängig. Zugleich sei "ein sehr großer Teil der Pflanzenwelt" auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Bei einem Wegfall drohe bei zahlreichen Obst- und Gemüsesorten wie Äpfeln, Kirschen, Pflaumen oder Gurken ein Ernterückgang von bis zu 90 Prozent.
Landwirtschaft und somit die Ernährung von Milliarden von Menschen seien untrennbar mit den Insekten verknüpft. Unzählige landwirtschaftliche Kulturpflanzen profitierten von Insekten als Bestäuber, betonte Unmüßig. So werde die Bestäuberleistung von Insekten in der weltweiten Agrarwirtschaft mit 200 bis 600 Milliarden US-Dollar beziffert. Ohne ihre Leistung würden Obst und Gemüse zur Mangelware. Doch ausgerechnet die industrielle Agrarwirtschaft und der damit verbundene Einsatz von Pestiziden seien der Hauptgrund für die Zerstörung der Lebensgrundlagen für Insekten, so Unmüßig.
Unmüßig verwies dabei darauf, dass mit der Bayer AG und BASF neben Syngenta und DowDuPont gleich zwei deutsche Unternehmen zu den weltweit vier größten Pestizidherstellern zählten. Diese würden in der EU längst verbotene oder nicht mehr lizenzierte Pestizide weiter global verkaufen. "Mit dem Resultat, dass in Kenia fast 50 Prozent der Pestizide hochtoxisch für Bienen sind und in Brasilien über 30 Prozent", sagte Unmüßig.
Der Atlas liefert in 20 ausführlichen Kapiteln - eines davon widmet sich der Imkerei - Daten und Fakten über Nützlinge und Schädlinge in der Landwirtschaft. Zugleich formuliert er Kritik an der zu zögerlichen Politik und stellt konkrete Forderungen zum Insektenschutz bei der 15. Weltnaturschutzkonferenz im Herbst im chinesischen Kunming.

Der Insektenatlas kann unter www.boell.de/de/2019/12/18/insektenatlas kostenlos heruntergeladen werden.