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Dienstag, 3. Januar 2023

Bayerisches Projekt erhält EU-Bienenpreis


Die von der bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau entwickelte Blühmischung für Biogasanlagen, der "Veitshöchheimer Hanfmix", ist in Brüssel mit dem European Bee Award, dem Bienenpreis des Europäischen Parlaments, ausgezeichnet worden.


Die Mischung aus 30 ein- und mehrjährigen Pflanzenarten blüht abwechselnd den ganzen Sommer über und liefert über Biogasanlagen erneuer- und speicherbare Energie aus Wildpflanzen. Mittlerweile wird die Mischung in vielen bayerischen Ackerbauregionen angebaut und trägt zur Artenvielfalt bei. Die Förderung über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm sorgt dafür, dass die Mischung auch betriebswirtschaftlich attraktiv ist. Nach Aussage des Landwirtschaftsministeriums in München liegen die Vorteile für die Natur und die Betriebe auf der Hand: Die Agro-Biodiversität werde mit der Mischung erheblich gestärkt, sie biete den Insekten Nahrung, schütze vor Erosion und verschaffe auch im Winter dem Niederwild Deckung und Nahrung.


Zwar ist die Ausbeute an Methan in den Biogasanlagen im Vergleich zum Mais geringer, doch benötigt der Mix außer Düngung und Ernte keine weiteren Arbeitseinsätze der Landwirte und liefert auch in trockenen Jahren stabile Erträge. Im betriebswirtschaftlichen Ergebnis kommt er daher an eine Maisfruchtfolge heran, in Zeiten hoher Spritpreise dürfte der Mix den Maisanbau wegen des geringeren Maschineneinsatzes sogar schlagen. Zudem trägt die Blühmischung zur Reduzierung der Nitratwerte im Boden bei, wodurch sie sich besonders für die Sanierung von nitratbelasteten Böden und den Anbau in Wasserschutzgebieten empfiehlt.

Mittwoch, 11. März 2020

"Eine Frage der Haltung" für Preis nominiert

Der ethnologische Dokumentarfilm "Eine Frage der Haltung" von Felix Remter und Miriam Remter ist gestern für den diesjährigen VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis nominiert worden. Der Preis des Dokfests München wird für den besonderen Einsatz von ProduzentInnen bei der Realisierung von Filmprojekten vergeben.



Der Film erzählt in 87 Minuten von drei verschiedenen Versuchen, die Krise der Imkerei zu lösen. Er ist allerdings kein Kampagnenfilm über das medial stark thematisierte Bienensterben, sondern eine mehrjährige ethnografische Feldforschung über die Beziehungen von Menschen und Bienen - und die Erschütterung naturwissenschaftlicher Grundannahmen in Zeiten der Krise. Drei sensorisch beobachtende und drei rein diskursive Kapitel führen die ZuschauerInnen schrittweise in ein perspektivisches Dilemma. Dabei wird die empathische Notwendigkeit Position zu beziehen, mit der Schwierigkeit verbunden, zwischen drei sich widersprechenden aber jeweils nachvollziehbaren Realitäten zu wählen.

Mit Prof. Thomas D. Seeley (Cornell University), Dr. Wolfgang Ritter (Tierhygienisches Institut) / Thomas Radetzki (Aurelia Stiftung), André Wermelinger (Free the Bees), Norbert Poeplau (Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle), Dr. Ralf Höling (Buckfast Bayern) und vielen Bienen ;-)