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Samstag, 10. Juni 2023

11,6 Prozent Verluste in vergangenem Winter

Das Fachzentrum Bienen und Imkerei im rheinland-pfälzischen Mayen hat seine Statistik zu den jüngsten Winterverlusten veröffentlicht. Demnach wurden fast 100.000 Völker eingewintert, aber jedes neunte Volk überlebte nicht: es starben 11,6 Prozent. Im vorangegangenen Winter waren es fast 21 Prozent, im Schnitt der vergangenen zehn Jahre 15 Prozent.


Christoph Otten, Leiter des Fachzentrums, führte die relativ niedrigen Winterverluste auf die Tatsache zurück, dass die Bienen in der zurückliegenden Saison sehr vital in den Winter gegangen seien. - Wobei die Datenlage regional sehr schwankend ausfalle. So beklagten Imker in Schleswig-Holstein einen Verlust von 21,4 Prozent, während es in Baden-Württemberg nur 8,8 Prozent waren.

Die Daten seien zudem nur eingeschränkt vergleichbar, weil verschieden viele Meldungen eingegangen waren. So beteiligten sich aus Bayern fast 2.000 Imker, während es aus Mecklenburg-Vorpommern nur 86 waren. "Je geringer die Fallzahlen, desto wackeliger sind die Aussagen", schränkte Otten ein. Bundesweit machten etwa 8.000 der 100.000 Imkereien Angaben. Das mache die Daten zwar nicht repräsentativ, aber Vergleiche zwischen den Jahren seien valide, da vermutlich immer dieselben Imker ihre Verluste meldeten.

Auswertungen der Meldungen durch die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) im unterfränkischen Veitshöchheim zufolge lag der Anteil der Winterverluste in Bayern bei 11,1 Prozent. Besonders gering sei der Prozentsatz in Unterfranken (8,6 %) und der Oberpfalz (9,6 %). Die höchste Quote verbuchte Oberbayern mit 13 Prozent. In absoluten Zahlen seien über 25.000 Völker eingewintert worden, knapp 3.000 starben.

LWG-Chef Stefan Berg erklärte, vermutlich seien die Bienen gesünder durch den Winter gekommen, weil sie bei milden Temperaturen zwischendurch ausfliegen und die Kotblase leeren konnten. Das habe möglichen Darmerkrankungen vorgebeugt. Problematisch sei dagegen der lange Winter gewesen, aber die Imker im Freistaat hätten augenscheinlich im Herbst gut aufgefüttert.

Dienstag, 9. August 2022

Erste Honigstatistik für Bayern vorgelegt

Die bayerischen Bienen haben in diesem Jahr bislang deutlich mehr Glück in der Honigproduktion als im verregneten Vorjahr. Jedes Volk erzeugte in der Frühjahrstracht im Schnitt 18 Kilogramm Honig, wie der Deutsche Imkerbund mitteilte. Vergangenes Jahr waren es fast sechs Kilo weniger gewesen. 


Laut der bundesweiten Umfrage des Fachzentrums Bienen und Imkerei/FBI in Mayen, an der 8.412 Imker teilnahmen, unter ihnen 2.092 aus dem Freistaat, liegt der bundesweite Schnitt mit 21,2 Kilogramm noch deutlich höher. Grund für die gute Ernte sei das gute Wetter, teilte FBI-Leiter Christoph Otten mit: "Es war sonnig und trocken, zugleich hatte der Boden aber noch eine Grundfeuchtigkeit. Dadurch wuchsen die Pflanzen gut, und die Bienen konnten viel Nektar sammeln." 

Mit Blick auf die laufende Sommertracht sagt der Experte, dass sich die Trockenheit in einigen Regionen negativ auswirken könnte. Die Nektarproduktion der Pflanzen sei gehemmt, was zu weniger Ertrag führe: "Aufgrund der geringen Niederschläge rechnen wir mit einer eher mäßigen Sommertracht in Teilen Deutschlands."

In Deutschland gibt es laut Statistik etwa eine Million Bienenvölker, die von ungefähr 170.000 Imkern gehalten werden. Der Großteil sind Hobbyimker. Der Landesverband bayerischer Imker zählt insgesamt 33.600 Mitglieder mit mehr als 200.000 Bienenvölkern.

Dienstag, 11. August 2020

Honigernte im Frühjahr


Das Bieneninstitut im nordrhein-westfälischen Mayen hat die Umfrage zur Frühjahrsernte von Honig in diesem Jahr in seinem aktuellen Infobrief veröffentlicht. Demnach wurden im Schnitt 15,7 kg je Volk geschleudert - eingerechnet der 10,8 Prozent jener Imkereien, die aus verschiedenen Gründen nicht geerntet hatten. Ohne diese Imkereien liegt der Durchschnittsertrag bei 17,4 kg je Volk.


Die besten Ergebnisse erzielten Imker in der Mitte Deutschlands, grob gesagt in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Den geringsten Ertrag verbuchten weite Teile Bayerns.