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Dienstag, 25. Januar 2022

Podcast zum "Lieblingsgift" der Bienen


Der abschließende Podcast zum diesjährigen Pestizidatlas ist mit "Causa Glyphosat" überschrieben. Im September dieses Jahr entscheidet sich nämlich, ob Glyphosat weiterhin in der EU eingesetzt werden darf oder ob es nach Jahren des erbitterten Streits verboten wird. Schon vor sieben Jahren stand das Totalherbizid, das Krebs erregend wirken kann, vor einem Verbot. Doch ein skandalumwittertes Zulassungsverfahren und der politische Alleingang des damaligen deutschen Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt/CSU verhinderten das. 

Warum Glyphosat immer noch auf dem Markt ist, warum es verboten gehört und welche verheerende Rolle es in der argentinischen Landwirtschaft spielt – darüber reden in diesem Podcast die Agrarreferentin des Bunds für Umwelt und Naturschutz/BUND, Katrin Wenz, Helmut Burtscher-Schaden, Umweltchemiker bei der österreichischen Umweltorganisation Global 2000 und Michael Alvarez-Kalverkamp, früherer Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Santiago de Chile.

Samstag, 22. Januar 2022

Podcast zu enthemmten wirtschaftlichen Interessen


Im zweiten Teil der Podcast-Reihe zum Pestizidatlas 2022 geht es um die gesundheitlichen Folgen durch die ausgebrachte Chemie und die Interessen der Konzerne. Deren Dasein wird immer schwieriger, weil die EU stetig Pestizide verbietet. Aus 
der Welt sind die gefährlichen Wirkstoffe damit aber nicht. Denn Europas Konzerne exportieren sie nahezu ungestört in die Länder des globalen Südens. Was bei uns wegen der hohen Gefahren verboten ist, darf dort unter deutlich schlechteren Bedingungen eingesetzt werden. Dabei sind die Pestizide für den Einsatz in Afrika, Asien und Lateinamerika teilweise gar nicht geeignet. Die Folge: Viele Millionen Vergiftungsfälle im Jahr. 

Über diese Doppelstandards diskutieren Susan Haffmans, Referentin für Pestizide beim Pestizid Aktions-Netzwerk/PAN, die Agrarexpertin der Schweizer Menschenrechtsorganisation public eye, Carla Hoinkes, die auf Kenia und Nigeria spezialisierte Ökotoxologin Silke Bollmohr und der Naturwissenschaftler Wolfgang Bödeker, der eine Studie über weltweite Pestizidvergiftungen erstellt hat.

Dienstag, 18. Januar 2022

Podcast zu Pestiziden in der Landwirtschaft


Angeführt von der Heinrich-Böll-Stiftung haben Umweltverbände vergangene Woche den Pestizidatlas 2022 vorgelegt. In einer dreiteiligen Podcast-Reihe bewertet die Referentin der Stiftung für internationale Landwirtschaft, Christine Chemnitz, die Ergebnisse der weltweiten Studie. Im ersten Teil mit dem Koblenzer Umweltwissenschaftler Carsten Brühl und der Geschäftsführerin des Bündnisses für eine enkeltaugliche Landwirtschaft, Johanna Bär, geht es um den landwirtschaftlichen Anteil am Ausbringen von Chemikalien.

30.000 Tonnen Pestizide landen jedes Jahr auf deutschen Äckern. Die Folgen für die Umwelt sind dramatisch: Insektensterben, Pflanzenschwund, ausgelaugte Böden und verunreinigte Gewässer sind nur einige. Cocktails aus verschiedenen Pestiziden lagern sich an, manchmal jahrzehntelang. Folgen, die bei dem strengen Zulassungsverfahren aber kaum berücksichtigt werden. Ginge es nicht mit weniger Pestiziden? Auf gut die Hälfte könnte man ohne weiteres verzichten, sagen Kritiker. Länder wie Dänemark machen mit einer Pestizidsteuer vor, wie es gehen könnte.

Samstag, 15. Januar 2022

Pestizidatlas - 19 Kapitel reiner Horror

In Berlin haben mehrere Umweltorganisationen den diesjährigen Pestizidatlas vorgelegt. In 19 Kapiteln werden darin die Fakten rund um die ausgebrachte Chemie und ihre Folgen beschrieben.


Schon im Vorwort wird einem dabei ganz zweierlei, denn es wird festgehalten, dass der Einsatz von Pestiziden weltweit weiter stetig nach oben geht, obwohl die gesundheitlichen und ökologischen Folgen lange bekannt sind. Pro Jahr sind weltweit 385 Millionen Fälle von Pestizidvergiftungen dokumentiert. - Was uns Europäern nicht auffällt, weil vor allem Menschen in Entwicklungsländern davon betroffen sind. 
Darüber hinaus verschließen wir die Augen davor, dass unsere Unternehmen Spritzmittel herstellen und exportieren, die auf unserem Kontinent aus ökologischen oder gesundheitlichen Gründen nicht zugelassen sind.

Auf Platz eins der ausgebrachten Chemikalien stehen Unkrautvernichtungsmittel. Während Herbizide, die gegen ungewollte Pflanzen eingesetzt werden, die meistgenutzte Wirkstoffgruppe sind, haben Insektizide gegen Schädlinge zumeist noch schlimmere "Nebenwirkungen" - sie töten schon in kleinsten Mengen und meist auch Insekten, die gar nicht gemeint sind. Co-Autor Dave Goulson spricht im Pestizidatlas von einem "ökologischen Armageddon". 


Der komplette Pestizidatlas ist hier herunterzuladen.