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Dienstag, 15. Dezember 2020

Gummibärchen mit Honig und Kurkuma

Wer sich nicht auskennt, hält die Gummibärchen mit Honig und Kurkuma für eine Süßigkeit, Fachleute haben eine Ausrede parat: Es ist Medizin! Die Gelatine, der Honig und das Kurkuma helfen bei Erkältung, Arthritis und Rückenschmerzen sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden.


Curcumin ist die Komponente, die Kurkuma seine charakteristische Farbe verleiht und die ihr wiederum wunderbare Tugenden verleiht. Eine der vorteilhaftesten Wirkungen ist die Vermittlung von Herzerkrankungen. Es verbessert die Funktion des Endothels (ein Gewebe, das den inneren Bereich aller Blutgefäße auskleidet) und ist ein sehr starkes entzündungshemmendes Mittel mit antioxidativen Prinzipien. Durch den Honig kommt zudem ein außergewöhnlicher Gehalt an Flavonoiden in die Würfel. Flavonoide sind eine Art Antioxidantien, die unser Risiko verringern, verschiedene Herzerkrankungen zu entwickeln. 

Zudem sind die Würfel ein natürliches entzündungshemmendes Mittel: Eine Entzündung entsteht durch das Vorhandensein von Krankheitserregern wie Bakterien in unserem Körper, die das Immunsystem zwingen, sich selbst zu verteidigen. Entzündung ist ein Abwehrmechanismus und in der Tat etwas Natürliches und Nützliches, das Teil des Heilungsprozesses selbst ist. Das Problem beginnt jedoch, wenn dieses Problem chronisch wird, wenn unsere Gelenke immer durch Arthritis entzündet sind oder unsere Beine durch Flüssigkeitseinlagerungen geschwollen sind. Curcumin ist ein Molekül, das in unsere Zellen eingeführt wird und die Auswirkungen von Entzündungen verringert. Reiner Bienenhonig seinerseits ist eines der besten natürlichen Antibiotika, die wir immer zur Hand haben. Es ist ein sensationeller Verbündeter für unser Immunsystem, daher lohnt es sich, jeden Morgen ein paar Würfel dieser natürlichen Gelatine einzunehmen, um Viren, Bakterien, Infektionen und vieles mehr zu verhindern. - Und das, ohne die Leber zu belasten wie das Ibuprofen und Co tun.

Zutaten und Zubereitung 
250 ml Orangensaft
10 g Kurkuma 
125 ml kochendes Wasser
50 g Honig
65 g Gelatine

Den Orangensaft mit dem Kurkuma in einer Tasse mischen. Den Saft mit dem Wasser in einem Topf unter Rühren erhitzen und bis zum Kochen bringen. Dann die Gelatine hinzugeben, die Temperatur senken und rühren bis die Masse zu verdicken beginnt. Zum Schluss den Honig unterrühren und die Masse in Silikonformen Ihrer Wahl füllen. Im Kühlschrank abkühlen lassen. 

Die Gummibärchen halten sich etwa eine Woche. Sie können auch problemlos eingefroren werden und verlieren nichts von ihrer Wirkung.

Dienstag, 24. November 2020

Hustensirup


Honig wird ja vielseitig zum Heilen eingesetzt. In Kombination mit einem Rettich ergibt er einen sehr wirkungsvollen Hustensirup:

Dafür schneidet Ihr zuerst die Spitze von dem Rettich ab, so dass er von alleine steht. Aus der Spitze könnt Ihr noch einen Brotzeitradi schneiden... Dann muss auch die Kappe abgeschnitten werden. Das gekürzte Mittelstück höhlt ihr von oben her und nicht ganz bis unten aus und füllt das Loch mit Honig. Setzt die Kappe wieder drauf und lasst den Rettich für mindestens drei Stunden stehen. In der Zeit zieht der Honig die Senföle aus der Wurzel und wird zur Hustenmedizin.

Abgefüllt in einem Glas hält er sich länger als Euer Husten. Teelöffelweise eingenommen, löst der Sirup den Schleim und fördert das Abhusten. Gute Besserung!

Samstag, 14. November 2020

Krebsforschung: Wundermittel Bienengift?

In der Krebsforschung kristallisiert sich Bienengift möglicherweise als wirksame Medizin gegen Brustkrebs heraus. Australische Forscher haben ein Peptid daraus isoliert, das aggressive Brustkrebszellen abtötet, ohne zugleich gesunden Zellen allzu sehr zu schaden. Auf lange Sicht könnten Betroffene damit effektiver behandelt werden - und sie müssten nicht mehr gegen die starken Nebenwirkungen wie etwa bei einer Chemotherapie ankämpfen.


Aber das ist für die weltweit 14 Millionen Menschen mit einer Krebsdiagnose noch echte Zukunftsmusik, wie die Grundlagenstudie belegt, die in den Fachzeitschriften "Precision Oncology" und "Nature" veröffentlicht wurde. Dennoch drücken die Experten ihre Hoffnung aus, einen Wirkstoff gerade gegen aggressive Krebsarten wie den sogenannten dreifach-negativen Brustkrebs gefunden zu haben. Ihre Arbeit gehe weiter, um geeignete Therapieformen zu finden, kündigten sie an.

Bei der Studie war Gift von 312 Bienen aus Perth, Irland und England verwendet worden, um damit Brustkrebserkrankungen behandeln. Da es sehr viele Bienenarten auf der ganzen Welt gibt, untersuchte die Forschungsgruppe das Gift von Bienen aus drei unterschiedlichen Ländern. Die Bienen wurden zunächst mit Kohlendioxid eingeschläfert und eingefroren, ehe das Gift durch sorgfältiges Sezieren extrahiert wurde. Das Gift zeigte in der Anwendung genau die erhoffte Wirkung und zerstörte Brustkrebszellen effektiv. Außerdem wurde festgestellt, dass es nur minimale Auswirkungen auf gesunde Zellen hatte. Obwohl es sich um unterschiedliche Bienenrassen aus unterschiedlichen Ländern - ja sogar Kontinenten - handelte, zeigten die Gifte fast identische Effekte in der Therapie.


Das Melittin, das beim Stich die Schmerzen verursacht, ist in der Krebstherapie die Schlüsselsubstanz. Der Stoff scheint in der Lage zu sein, Krebszellen in nur einer Stunde zu zerstören. Zugleich entdeckten die Forscher, dass Melittin die chemischen Signale der Krebszellen, die für Wachstum und Teilung wesentlich sind, in nur 20 Minuten reduzierte. 

Die Autoren der Studie wiesen darauf hin, dass Melittin bereits synthetisch hergestellt werden kann. Und noch wichtiger: auch das synthetische Produkt zeigte in Labor- und Tierversuchen die meisten Wirkungen, die auch das Melittin aus Honigbienengift an den Tag legte. Sowohl Honigbienengift als auch synthetisches Melittin verringerten demnach die Lebensfähigkeit von dreifach-negativem Brustkrebs und HER2-angereicherten Brustkrebszellen "signifikant, selektiv und schnell". Am wirksamsten habe sich das Melittin in Kombination mit einer Chemotherapie gezeigt.

https://www.nature.com/articles/s41698-020-00129-0