Posts mit dem Label Wildbienen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wildbienen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. Juli 2024

Findige Wildbienen

 

Wer braucht Wildbienenhotels, wenn Holzabfall zugänglich im Garten herumliegt??? Nach dem Dachdecken im vergangenen Sommer haben wir heuer jede Menge neue Populationen 🐝🐝🐝🐝🐝


Samstag, 27. April 2024

Broschüre zur Bestimmung von Wildbienen


Das bundeseigene Johann Heinrich von Thünen-Institut in Braunschweig hat eine ausführliche Broschüre zur Bestimmung von Wildbienen herausgegeben. Das Augenmerk liegt ausschließlich auf in Hohlräumen nistenden Wildbienen und Wespen, damit Menschen, die Nisthilfen in ihrem Umfeld aufstellen, auch wissen, für welche Hautflügler sie das tun.


Die Broschüre ist nicht nur schön aufgemacht und gut bebildert, sondern dokumentiert die verschiedenen Entwicklungsstufen der Insekten - vom Ei über die Larven bis zum geschlüpften Insekt, so dass die Bestimmung wirklich in jedem Stadium gelingt.


Ergänzt werden die Grafiken und Fotos mit grundlegenden Informationen über die Lebensweise der Insekten, die idealen Ökosysteme und über ihre Gegenspieler. Auf Landkarten wird zudem abgebildet, wo die Arten in Deutschland vertreten bzw. gefährdet sind. Die wirklich äußerst informative und hilfreiche Broschüre ist hier herunterzuladen.

Dienstag, 9. April 2024

Blauschwarze Holzbiene ist Wildbiene 2024

Die naturnahe Gärten und Wärme liebende Blauschwarze Holzbiene ist die Wildbiene des Jahres 2024. Die metallisch, blauschwarz schimmernden weiblichen Tiere gehören mit bis zu drei Zentimetern Länge zu den größten Wildbienen in Deutschland, wie der Arbeitskreis Wildbienen-Kataster in Stuttgart mitteilte, der die alljährliche Kür seit 2013 vornimmt.

Bild: Oliver Fritz

Die mit lateinischem Namen Xylocopa violacea genannte Wildbiene bildet keine Staaten, sondern lebt als Solitärbiene allein. Nach der Paarung legen die Weibchen in abgestorbenen Holzstämmen einzelne, kleine Brutkammern an - zumeist in mehreren geraden Linien nebeneinander. Darin entwickeln sich innerhalb von zwei Monaten die Larven. Die Biene bewacht die Nesteingänge bis zum Schlüpfen des Nachwuchses.


Die Blauschwarze Holzbiene ist seit dem Anstieg der Temperaturen nicht mehr nur in Süddeutschland, sondern inzwischen in fast ganz Deutschland verbreitet. Bei der Futtersuche ist sie nicht wählerisch, sie nutzt Nektar und Pollen vieler verschiedener Blüten.

Dienstag, 18. Juli 2023

Erste Bienen bauen Plastik in die Zuchtwaben


Das Zoologische Institut der Universität Innsbruck hat in einem Video die Forschungsarbeit eines kanadischen Kollegen aufgearbeitet, der in Guelph nachgewiesen hatte, dass Wildbienen in Städten in ihre Waben Plastik integrieren - anstelle von Harz, das die Bienen sonst zur Unterstützung ihrer Waben verwenden. Mein erster Gedanke, dass die Bienengesundheit darunter leiden könnte, wurde von ersten - positiven - Studienergebnissen schon erschüttert, aber urteilt selbst...

Dienstag, 11. Juli 2023

Schweizer Dokumentation: "Das Bienendilemma"


In der Schweiz ist das Lamentieren über das Bienensterben laut dem staatlichen Fernsehsender SRF vorüber und abgelöst worden von der Klage, dass die Bienendichte in Städten mittlerweile zu hoch ist. Die Dokumentation spürt deshalb der Entwicklung der Imkerei in der Schweiz "zwischen Profit und Artenschutz" nach.

Imker und Bienen kommen dabei nicht unbedingt gut weg, weil sie laut einer Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft seltenen Wildbienen und Schmetterlingen die Nahrung streitig machen. Naturschützer, die sich auf diese Daten stützen, forderten in der Schweiz deshalb bereits eine regulierte Imkerei. Sie kritisierten die Honigbiene als ein "auf Leistung gezüchtetes Nutztier, das - ähnlich wie die Kuh - in viel zu hohen Dichten gehalten wird".

Dienstag, 20. Juni 2023

Gartenhummel ist Gartentier 2023


Die Gartenhummel ist zum Gartentier des Jahres 2023 gekürt worden. Bei der von der Heinz Sielmann Stiftung veranstalteten Wahl erhielt sie 4.413 der insgesamt 10.933 abgegebenen Stimmen. 

Auf dem zweiten Platz folgte der Regenwurm mit 1.777 Stimmen, wie die Stiftung mitteilte. Nach der Blauschwarzen Holzbiene im vergangenen Jahr sei damit zum zweiten Mal eine Wildbiene gewählt worden. Ebenfalls vorgeschlagen waren der Schwalbenschwanz (1.416 Stimmen), die Mönchsgrasmücke (1.375), das Mauswiesel (1.261) und der Goldglänzende Rosenkäfer (691). 

"Das starke Votum für die Gartenhummel in diesem Jahr zeigt uns, dass viele Menschen über die Bedeutung der Hummeln als Bestäuber von Pflanzen mittlerweile Bescheid wissen", sagte Stiftungssprecher Florian Amrhein. "Aber auch das Insektensterben, von dem auch viele Hummelarten bedroht sind, scheint immer stärker in den Köpfen anzukommen." 


Die Gartenhummel gehört den Angaben zufolge zu den häufigen Hummelarten in Deutschland und Europa. Mit ihrem extrem langen Rüssel kann sie bis zu zwei Zentimeter tief in Blüten hinabtauchen. Besonders gern fliegen die bepelzten Insekten Schmetterlingsblütler wie Klee, Wicken und Ginster an.

Samstag, 20. Mai 2023

Mehr Wertschätzung für Insekten gefordert

Zum Weltbienentag haben Fachleute zu mehr Wertschätzung für die Krabbeltierchen aufgerufen. "Mohn-Mauerbiene, Hosenbiene, Maskenbiene oder Wollbiene: Es gibt so viele verschiedene einzigartige Wildbienen", sagte die Insektenexpertin des Naturschutzbundes (NABU), Laura Breitkreuz. Auch andere Insekten wie Käfer, Wespen, Ameisen, Schmetterlinge oder Fliegen seien für das Ökosystem von hoher Bedeutung.

Die Insekten übernähmen nicht nur die Bestäubung von etwa 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen, betonte Breitkreuz, sie hätten auch Schlüsselfunktionen bei den natürlichen Nährstoffkreisläufen und dienten anderen Tieren als Nahrungsquelle. "Sie haben unser aller Aufmerksamkeit daher mehr als verdient", führte die Expertin aus.

Die Insektenbestände gehen seit Jahrzehnten dramatisch zurück. In den deutschen Naturschutzgebieten ist die Biomasse fliegender Insekten laut NABU in den vergangenen 30 Jahren um etwa drei Viertel gesunken. Auch auf Wiesen, Weiden und im Wald seien in nur zehn Jahren etwa 35 Prozent weniger Insektenarten gemessen geworden.

Mit heimischen Wildblumen und Kräutern sowie dem Verzicht auf Pestizide könne jeder und jede im eigenen Garten oder auf dem Balkon etwas für Insekten tun, hieß es. Auch lädt der NABU demnächst zum "Insektensommer" ein: Vom 2. bis 11. Juni sowie vom 4. bis 13. August mögen Interessierte eine Stunde lang alle Sechsbeiner an einem schönen Platz im Garten, auf der Wiese oder am Wasser zählen und dokumentieren.

Dienstag, 13. September 2022

Oberpfalz über Folgen des Volksbegehrens erfreut

Die Regierung der Oberpfalz hat auf positive Folgen des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" aufmerksam gemacht. Viele Tierarten hätten in den vergangenen drei Jahren seither leichter und bessere Lebensräume gefunden, teilte sie mit. 


Im jüngsten Naturschutzgebiet des Regierungsbezirks östlich von Bodenwöhr und Bruck im Landkreis Schwandorf hätten sich beispielsweise gefährdete Wildbienenarten wie die Hosenbiene, die Zottelbiene (Bild oben) und die Heidenkraut-Seidenbiene angesiedelt. Der bis 2008 militärisch genutzte Standortübungsplatz biete mit seiner Wald- und Heidelandschaft idealen Lebensraum für jede Menge Tiere, betonte die Bezirksregierung. Als Beispiele nannte sie Heidelerche, Kreuzotter und Wald-Sandlaufkäfer (Bild unten). Davon hätten sich die behördlichen Naturschützer, unter anderem der Landschaftspflegeverbände oder der Staatsforsten, bei einer Fachexkursion überzeugt. Besonders die offenen Sandbodenflächen hätten sich seither als wichtiges Areal für viele Wildbienen und Grabwespen herauskristallisiert. - So sehr, dass der Biologe Robert Zimmermann mit der Kartierung der Spezies beauftragt wurde.


Die bayerische Staatsregierung hatte nach dem Volksbegehren 2019 ein Biodiversitätsprogramm aufgelegt, mit dem bis 2030 mindestens 15 Prozent der Offenlandfläche im Freistaat zu einem Biotopverbund vernetzt werden sollen. Das heißt, dass die Lebensräume so aufeinander abgestimmt werden, dass Tiere und Pflanzen von einem zum anderen wechseln können.


Die Regierung der Oberpfalz bietet auch Führungen für interessierte Gruppen durch die Naturschutzgebiete an: 

Alle Bilder: Regierung von Oberbayern/Robert Zimmermann

Samstag, 23. April 2022

Blühstreifen helfen beim Artenschutz

Richtig angelegte Blühstreifen schützen laut einer Projektbilanz der Deutschen Wildtier Stiftung tatsächlich wie erhofft Bienen und andere Insekten. In München seien auf sieben ausgewerteten Flächen 60 unterschiedliche Wildbienenarten gezählt worden, sagte der Experte der Stiftung, Manuel Pützstück. Insgesamt gebe es in der bayerischen Landeshauptstadt nach aktuellem Wissen 210 der deutschlandweit fast 600 Arten.

Artenreiche Blühwiese mit vielfältigen Niststrukturen. Bild: Deutsche Wildtier Stiftung

"Das ist nur ein Status-quo-Bild, das uns aber zeigt, dass auf den künstlich angelegten Blühflächen viele Arten vorkommen können und sie ein wichtiges Mittel sein können, um Arten zu schützen", erläuterte der Biologe. Zumal die Fachleute auch besonders bedrohte Bienenarten oder Arten, die die Pollen ganz bestimmter Pflanzen zum Überleben brauchen, in München nachweisen konnten.

Entscheidend dafür ist nicht nur eine blühende Wiese an sich: Bei der Anlage muss das richtige Saatgut verwendet werden, und in der direkten Umgebung muss es Nistmöglichkeiten etwa im Totholz geben. "Nur wenn beides in unmittelbarer Nähe vorherrscht, haben die Tiere die Möglichkeit, zu überleben und eine Population zu gründen", sagte Pützstück. Das hätten Erfahrungen aus vier Jahren gezielter Projektarbeit zum Bienenschutz gezeigt. In der Zeit seien - gemeinsam mit Projektpartnern - diverse Blühwiesen mit einer Gesamtfläche von 24.500 Quadratmetern angelegt worden. Eine Übersicht ist hier zu finden.

"Blühstreifen allein können den Insektenschwund nicht aufhalten, sie sind aber ein wichtiges Instrument", bilanzierte Pützstück. Zumal Wildbienen eine der wichtigsten Bestäubergruppen bilden und als Zeigerart gelten. "Wenn es den Wildbienen gut geht, geht es auch vielen anderen Tieren und Insektenarten gut."

Samstag, 14. August 2021

Blumen verändern sich für Vögel - aber nicht für Bienen

Britische Forscher haben herausgefunden, dass Blumen sich über Generationen hinweg anpassen, um für bestäubende Vögel attraktiv zu sein, nicht aber für Bienen. Am Beispiel amerikanischer Fingerhüte fanden sie heraus, dass diese ihre lila Blüten auf die Bestäubung durch Kolibris ausrichteten. Innerhalb von nur 85 Generationen könne die Evolution neue Beziehungen zwischen Pflanzen und Bestäubern knüpfen, fanden die Wissenschaftler heraus.

Die auffälligen lila Blüten der Fingerhüte (Digitalis purpurea) stammten eigentlich aus Europa, wo sie von Hummeln bestäubt werden. Als Fans der Pflanze diese nach Amerika brachten, machten sie nicht nur Blumenliebhabern, sondern noch viel mehr Kolibris eine Freude. Die stürzen sich nämlich regelrecht auf den Nektar des Fingerhuts. 

Maria Clara Castellanos von der University of Sussex im britischen Brighton und ihre KollegInnen wiesen dies im Rahmen einer Studie nach, für die sie über 2.000 Fingerhutpflanzen in Großbritannien, Kolumbien und Costa Rica jeweils drei Minuten lang beobachtet und deren Bestäuber dokumentiert haben. Sie gewannen die Erkenntnis, dass Kolibris in Kolumbien und Costa Rica bis zu 27 Prozent der Fingerhüte bestäuben. Zugleich fanden sie heraus, dass die Blütenkrone - die langen lila Röhren, die Gärtner so sehr lieben - dort 13 Prozent bzw. in Costa Rica sogar 26 Prozent länger sind als die der britischen Fingerhüte.

Daraufhin stellten sich die Wissenschaftler die Frage, warum Fingerhüte sich überhaupt veränderten und längere Trichter ausbildeten. Als Antwort kristallisierte sich heraus, dass Pflanzen mit Blüten, die zu lang sind, als dass Hummeln ihren Nektar erreichen könnten, garantiert von Kolibris bestäubt werden. Und die Vögel zeigten sich bei der Verbreitung der Pollen wirksamer als die Wildbienen. Sie brachten mehr Pollen auf die nächste Blüte. Die längeren Trichter erleichterten den Kolibris den Zugang, und möglicherweise verbessern sie auch die Bestäubungsraten. Darüber hinaus haben Kolibris einen größeren Bewegungsradius als Bienen, was die Gefahr der Inzucht bei den Pflanzen verringert.

Quelle: https://www.nature.com/articles/d41586-021-00963-7

Samstag, 31. Juli 2021

Ein Idee nimmt Formen an – so sieht es heute aus


Perfekt macht es nur die Natur selbst! Aber mit unserer Starthilfe kann sie dort jetzt schalten und walten.

Unser Ziel war und ist nicht nur ein einjähriger, prächtiger Blühstreifen - wie er in der Landwirtschaft sei es in der Schweiz oder auch in Bayern gefördert wird, der dann wieder umgebrochen und erneut gesät werden muss -, sondern ein kleines Naturrefugium, in dem Mutter Natur sich wieder etablieren kann und auch verschiedene Arten wie Schmetterlinge und andere Wildinsekten sich entfalten können. Diesem Ziel sind wir schon ein gutes Stück näher gekommen.


Von der Saat im Juni unter teils sehr widrigen Umständen, mit Gewitter und Sturm bis heute sind wir dankbar für jede Blume die aufgegangen ist. 


Die wichtigsten Protagonisten, waren leider nicht zum Stillsitzen zu überreden, aber wer immer einen Blick auf die Wiese in echt werfen will, sei herzlich dazu eingeladen: Kaltenberg, Schwabhauser Ring. Nicht zu übersehen in den sonst ausgeräumten Agrarflächen...

Samstag, 22. Mai 2021

Eine Idee nimmt Formen an - so geht's voran


Das Saatbeet war leider noch nicht fein genug, also eine Umkehrfräse ausgeliehen und per Hand den Acker auf Vordermann gebracht. Umkehrfräse deshalb, weil der Boden umgedreht wird und dabei die Steine nach unten gelegt werden. Feine Sache, man muss halt nur auch umkehrt laufen, also immer schön rückwärts gehen… Zwei Tage lang. Aber leider wuchs unser Lesesteinhaufen nicht genug an, im Acker waren zu wenige Steine zu finden!


Der Zufall führte uns zu Tiffany, Felix und ihrem Seniorchef, gleich ums Eck in Geltendorf. Ihr Garten war mit Steinen reichlich gesegnet, und so unterstützten sie gerne die Sandbienen & Co mit zwei großen Anhängern voller Steine. 


Nun sind wir steinreich 😄, aus dem Häuferl Elend wurde ein richtiger Steinhaufen - und für das Sandarium ein richtiger Steinkranz aufgeschichtet mit genügend Verstecken für die anderen Mitbewohner auf so einer Ökofläche. Herzlichen Dank!


Jetzt kann das Saatgut kommen...

Samstag, 8. Mai 2021

Eine Idee nimmt Formen an


Schon lange hegen wir, Hobbyimker Christian und imkernde Hobbygärtnerin Renate, den Wunsch, die an ihren zweiten Bienenstand angrenzende Ackerfläche bienenfreundlich zu gestalten. Insbesondere auch nach der bitteren Erfahrung mit den Auswirkungen so manch angeblich bienenunschädlichen Pflanzenschutzmittels für Mais: der Verlust von drei der vier Völker war eine sehr einschneidende Phase im Imkerdasein. Aber dies ist überwunden, und nun ergab sich die Gelegenheit, die Bewirtschaftung selbst in die Hand zu nehmen.

Eigentlich ist das Ganze auch ein bisschen unserem Nachbarn zu verdanken, er machte mal den Vorschlag, die Wiese mit "schönen Blümerl" einzusäen - auch seine Hälfte. Vielen Dank für die Möglichkeit, seine wesentlich größere Fläche mit in dieses Projekt einzubeziehen.

Die Fläche insgesamt etwa 6.000 Quadratmeter soll nicht nur kurzfristig den eigenen Bienen dienen, sondern auch als Platz für Wildbienen und andere Insekten bereitstehen, kurzum ein kleines Naturrefugium. Eines, das hoffentlich gelingt und den einen oder anderen zum Nachahmen animiert!

Am Anfang steht die Planung: Mit Hilfe der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Landsberg am Lech wurde eine Skizze für die verschiedenen Rückzugsorte erstellt, Totholz, Lesesteinhaufen als Baumaterial für so manche Wildbiene und eine „Lehmpfütze“ als Tränke sind vorgesehen. Genauso wie ein Sandhaufen für Sandbienen & Co. Da können wir dann gleich aus den Erfahrungen vom jüngsten Projekt unserer Uschi lernen, wie diese Bienenart angesiedelt werden kann.





Bei der Gestaltung der Fläche muss stets auf eine nur einen Meter tief im Boden verlaufende Leitung mit einem Schutzstreifen Rücksicht genommen werden. Also geht nicht alles, aber ein bisserl was geht allerweil.



So sah die Fläche noch im März aus, die Greeningfläche war noch nicht gemulcht, aber jetzt ist dies schon erledigt.

Bei der Einsaat ist regional typisches Saatgut zu verwenden. Da es eine richtige Blumenwiese sein soll und nicht in erster Linie Tierfutter, ist diese Mischung leider nicht Standard. Aber mit der fachmännischen Beratung von Herrn Knappe der Firma KnapKon aus Frickenhausen wurde eine 100-prozentige Blumenwiese für den langfristigen Bestand zusammengestellt - und dies trotz der geringen Saatgutbestellung für lediglich 6.000 Quadratmeter ermöglicht. Klare Arbeitsanweisungen gab´s noch gratis. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle, dass er sich hierfür Zeit genommen hat.

Unser Landwirt hat sich bereit erklärt, der Fläche noch den letzten Schliff zu geben, soweit es seine Geräte zulassen. Den Rest müssen wir halt in Handarbeit machen, aber das erspart das Fitnessstudio.


Am Samstag 25.04.2021 überraschte uns dann der Nachbar, Jörg Burchardt, Gemeinderat der ÖDP mit iner Schubkarre voller Bäume und Sträucher - von Vogelkirsche über Holunder bis zu einer Tanne. Na dann, ran an den Spaten, gleich alles eingebaut, eingegossen und mit einem Wasservorrat aus Gefrierbeuteln versorgt hoffen wir, dass diese zukünftigen Windbremsen gut anwachsen.

Was steht als nächstes an? Vor der Einsaat noch das Saatbeet krümeliger zu bekommen, notfalls mit der Gartenfräse und Walzen. Die dicken Steine absammeln und damit den Lesesteinhaufen aufzubauen. Da Maibaumaufstellen eh nicht geht, sammeln wir halt Steine 😁

Für konstruktive Ratschläge sind wir immer offen, wer also seine Erfahrungen mit uns teilen will, schickt uns einfach eine Mail: christian.boehm40@gmail.com

Christian und Renate

Allgemeines zum Anlegen eines Bienengartens:


Dienstag, 1. Dezember 2020

Große Taten für kleine Arten

In der BR-Reihe "Bayern erleben" geht es um die Welt, in der wir künftig leben wollen. In der Regel werden dabei zukunftsträchtige Naturschutzprojekte vorgestellt. In dieser Folge

 
geht es um viele verschiedene Insekten, darunter auch Wildbienen. Ausgerechnet der Golfclub Memmingen will zum Wildbienen-Mekka werden und legt zwischen den Kurzrasenflächen für die Sportler prächtige Wildblumenwiesen an. Richtig spannend, unter anderem deshalb, weil auch eine Schmuckbiene gut zu sehen ist, die man im richtigen Leben eher nicht zu Gesicht kriegt!

Außerdem ist der Film auch vor dem Hintergrund des "Rettet die Bienen"-Volksbegehrens recht spannend, weil die Insektendichte in Uferstreifen untersucht wird, die die Landwirte seit 2019 wegen des Referendums nicht mehr bewirtschaften dürfen.

Dienstag, 22. September 2020

Naturnaher Garten für Hummeln und Co


Die Vorsitzende des Imkervereins Gräfelfing und Umgebung, Annette Rosellen, hat anlässlich einer Kunstausstellung einen Vortrag zum Thema naturnahe Gärten für Insekten gehalten. Das Thema der Ausstellung vom Kunstkreis Gräfelfing war "Phänomenal floral", eine Schau mit Gemälden, Skulpturen und Fotos zu Pflanzen in all ihren Stadien, und hatte geradezu nach einem Brückenschlag zu allem, was im Garten kreucht und fleucht, verlangt. - Eine "perfekte Symbiose", urteilten sowohl Annette Rosellen als auch Organisatorin Ingrid Gardill. Die Ausstellung in der Gartenstadt-Villa - direkt neben dem Lehrbienenstand des Vereins - ist noch bis 4. Oktober zu sehen.

Der Vortrag war leider nur einmalig angesetzt, kann aber (mit und ohne Referentin) bei Annette Rosellen angefordert werden. Darin ging sie zunächst auf Beispiele ein, wie künstlerisch manche Wildbienen im Garten wirkten: etwa die Auen-Schenkelbiene, die Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene oder Blattschneiderbienen.


Danach empfahl sie für Insekten geeignete Pflanzen, warb um ein Blühangebot während der gesamten Saison und rief die Hausbesitzer auf, auch Unordnung in ihren Gärten zuzulassen. Konkret sollten etwa der englische Rasen durch eine Blumenwiese ersetzt, Stauden bis zum nächsten Frühjahr stehen gelassen und auch offene Böden als Nisthilfen für Wildbienen angeboten werden. Darüber hinaus sollten Mähintervalle verlängert und schon gar keine Mähroboter eingesetzt werden. Auch eine nächtliche Beleuchtung im Garten schade den Insekten, sie "fliegen sich rund um die Lichtquelle tot", bedauerte Annette Rosellen.


Auch die weiterführende Literatur kann beim Imkerverein Gräfelfing und Umgebung ausgeliehen werden!

Sonntag, 19. Juli 2020

Montag, 27. April 2020

Farbenfrohe Natur

Mal ein Überblick über die wilden Schwestern unserer Honigbienen - und das gesamte Spektrum des Regenbogens.


Bild: Adam Karremans/Greenlab