Samstag, 15. Januar 2022

Pestizidatlas - 19 Kapitel reiner Horror

In Berlin haben mehrere Umweltorganisationen den diesjährigen Pestizidatlas vorgelegt. In 19 Kapiteln werden darin die Fakten rund um die ausgebrachte Chemie und ihre Folgen beschrieben.


Schon im Vorwort wird einem dabei ganz zweierlei, denn es wird festgehalten, dass der Einsatz von Pestiziden weltweit weiter stetig nach oben geht, obwohl die gesundheitlichen und ökologischen Folgen lange bekannt sind. Pro Jahr sind weltweit 385 Millionen Fälle von Pestizidvergiftungen dokumentiert. - Was uns Europäern nicht auffällt, weil vor allem Menschen in Entwicklungsländern davon betroffen sind. 
Darüber hinaus verschließen wir die Augen davor, dass unsere Unternehmen Spritzmittel herstellen und exportieren, die auf unserem Kontinent aus ökologischen oder gesundheitlichen Gründen nicht zugelassen sind.

Auf Platz eins der ausgebrachten Chemikalien stehen Unkrautvernichtungsmittel. Während Herbizide, die gegen ungewollte Pflanzen eingesetzt werden, die meistgenutzte Wirkstoffgruppe sind, haben Insektizide gegen Schädlinge zumeist noch schlimmere "Nebenwirkungen" - sie töten schon in kleinsten Mengen und meist auch Insekten, die gar nicht gemeint sind. Co-Autor Dave Goulson spricht im Pestizidatlas von einem "ökologischen Armageddon". 


Der komplette Pestizidatlas ist hier herunterzuladen.

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