Mittwoch, 1. Januar 2020

Asiatische Hornisse in Hessen nachgewiesen

Im südhessischen Lorsch ist - wie der Landesverband hessischer Imker jetzt erst mitgeteilt hat - im Herbst erstmals eine Asiatische Hornisse aufgetreten.  Der Verband warnte seine Mitglieder im Dezember vor der invasiven Art, die auch die Honigbienen gefährden könnte.
Die 2004 nach Frankreich eingeschleppte Art war 2014 erstmals in Rheinland-Pfalz gesichtet worden und breitet sich seither auch in Deutschland aus. Seit Oktober gab es schon vier dokumentierte Staaten in Hessen sowie ein Nest im nahegelegenen baden-württembergischen Mannheim. In den Nestern der Vespa velutina leben bis zu 2.000 Tiere. Im Herbst werden 300 Prinzessinnen herangezogen, von denen mindestens jede Zehnte im Frühjahr als Jungkönigin einen eigenen Staat aufbaut. Laut einer französischen Studie besteht die Nahrung der Asiatischen Hornisse zu 40 bis 85 Prozent aus Honigbienen. Besonders im Herbst, wenn ihr Bestand seinen Höhepunkt erreicht, sind deshalb die Bienenvölker am stärksten gefährdet - weil Ableger noch keine Volksstärke besitzen und auch Wirtschaftsvölker belastet sind.
Die Asiatische Hornisse ist 2016 in die EU-Liste der unerwünschten Spezies aufgenommen worden. Diese legt auch Gegenmaßnahmen im Umgang mit solchen Aufkommen fest. Bürger und speziell Imker wurden aufgerufen, bereits Einzeltiere bei der Unteren Naturschutzbehörde zu melden.

Weiterführender Link: hessische-imker.de
Foto mit freundlicher Genehmigung: Fablegros/Pixabay

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