Der Chemiekonzern Bayer will erstmals ein Bio-Insektenvernichtungsmittel für Ackerkulturen auf den Markt bringen. Vom britischen Pflanzenschutzmittelhersteller AlphaBio Control übernehme man exklusive Vermarktungsrechte an einem Bioinsektizid, das beim Raps- und Getreideanbau verwendet werden könne und das erste seiner Art sei, teilte Bayer in Leverkusen mit. Die Markteinführung sei für 2028 geplant.
Dienstag, 30. April 2024
Bayer plant mit Bioinsektizid für Raps
Samstag, 27. April 2024
Broschüre zur Bestimmung von Wildbienen
Das bundeseigene Johann Heinrich von Thünen-Institut in Braunschweig hat eine ausführliche Broschüre zur Bestimmung von Wildbienen herausgegeben. Das Augenmerk liegt ausschließlich auf in Hohlräumen nistenden Wildbienen und Wespen, damit Menschen, die Nisthilfen in ihrem Umfeld aufstellen, auch wissen, für welche Hautflügler sie das tun.
Die Broschüre ist nicht nur schön aufgemacht und gut bebildert, sondern dokumentiert die verschiedenen Entwicklungsstufen der Insekten - vom Ei über die Larven bis zum geschlüpften Insekt, so dass die Bestimmung wirklich in jedem Stadium gelingt.
Ergänzt werden die Grafiken und Fotos mit grundlegenden Informationen über die Lebensweise der Insekten, die idealen Ökosysteme und über ihre Gegenspieler. Auf Landkarten wird zudem abgebildet, wo die Arten in Deutschland vertreten bzw. gefährdet sind. Die wirklich äußerst informative und hilfreiche Broschüre ist hier herunterzuladen.
Dienstag, 23. April 2024
Samstag, 20. April 2024
Der nächste arte-Film übers Imkern
Der deutsch-französische Kultursender arte hat in seinem Familienprogramm einen weiteren Film über die Imkerei gemacht: Therese Engels porträtiert in der 53 Minuten langen Reportage "Slowenien - Land des Honigs" den in vierter Generation imkernden Erik Luznar, der von seinem Vater 300 Völker übernommen hat.
Er steht für eine neue Generation Imker, die zwar den guten Ruf der Honignation Slowenien schätzt, aber der damit verbundenen Folklore mit Sätzen wie "Bienenzucht ist die Poesie der Landschaft" ein Ende bereiten will. In seinem Fokus steht der wirtschaftliche Erfolg für seine harte Arbeit. Rückschläge verursachen aber das Wetter, zunehmende Kreuzungen der Krainer Biene und sogar Bären.
Dienstag, 16. April 2024
Faulbrut-Ausbruch in München
Auf der Schwanthalerhöhe in München ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Das Kreisverwaltungsreferat hat deshalb einen Sperrbezirk im Radius von einem Kilometer um die betroffenen Bienen erlassen. Imker im Sperrbezirk müssen ihre Völker umgehend dem Amtstierarzt melden, eine Untersuchung zulassen und dürfen weder Bienen noch ihre Produkte aus dem Bezirk heraus bringen.
Kontakt:
Städtisches Veterinäramt München
Implerstr. 11
81371 München
veterinaeramt-bienen.kvr@muenchen.de
089-233-39613
Bleibt gesund, auch Eure Mädels!
Hörst du?
Das Summen der Bienen
Das Pfeifen der Mäuse
Das Quaken der Frösche
Das Gurren der Taube
Das Klopfen des Spechtes
Das Röhren des Hirsches
Das Heulen des Windes
Das Rauschen der Blätter
Das Knarren der Äste
Das Kreischen der Säge
Manfred Schlüter
aus: Naturgedichte von Reclam
Samstag, 13. April 2024
KI gewährt Menschen tieferen Einblick in Tierwelt
Der Berliner Informatikprofessor Tim Landgraf hat darauf aufmerksam gemacht, dass Künstliche Intelligenz/KI und Robotik dabei helfen können, die Welt der Tiere besser zu verstehen. Die KI könne etwa darstellen, was Tiere in ihrer Welt wahrnähmen, sagte der Mathematiker, der das Dahlem Center für Maschinenlernen und Robotik an der Freien Universität Berlin leitet.
In einem Forschungslabor hat er deshalb mit seinem Team einen Honigbienenroboter entwickelt, mit dem die Schwänzeltänze der Bienen weiter entschlüsselt werden sollen. Es seien bereits "tausende Schwänzeltänze decodiert" worden, sagte der Wissenschaftler. Sein Team habe dafür jede Biene mit einer Nummer als QR-Code markiert, damit es deren Leben im Stock von der Geburt bis zum Sterben verfolgen und dadurch individuelle Lebensläufe beschreiben könne.
Imker könnten letztlich Erforschungen des Kommunikationsverhaltens der Tiere dazu nutzen, die Haltungsbedingungen zu verbessern. Wenn man verstehe, wie die Tiere kommunizieren, könnten womöglich auch Rückschlüsse auf ihr Leid gezogen werden.
https://www.mi.fu-berlin.de/inf/groups/ag-ki/Projects/Hiveopolis/index.html
Dienstag, 9. April 2024
Blauschwarze Holzbiene ist Wildbiene 2024
Die naturnahe Gärten und Wärme liebende Blauschwarze Holzbiene ist die Wildbiene des Jahres 2024. Die metallisch, blauschwarz schimmernden weiblichen Tiere gehören mit bis zu drei Zentimetern Länge zu den größten Wildbienen in Deutschland, wie der Arbeitskreis Wildbienen-Kataster in Stuttgart mitteilte, der die alljährliche Kür seit 2013 vornimmt.
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Bild: Oliver Fritz |
Die mit lateinischem Namen Xylocopa violacea genannte Wildbiene bildet keine Staaten, sondern lebt als Solitärbiene allein. Nach der Paarung legen die Weibchen in abgestorbenen Holzstämmen einzelne, kleine Brutkammern an - zumeist in mehreren geraden Linien nebeneinander. Darin entwickeln sich innerhalb von zwei Monaten die Larven. Die Biene bewacht die Nesteingänge bis zum Schlüpfen des Nachwuchses.
Samstag, 6. April 2024
Neue EU-Honigrichtlinie
Die EU-Institutionen Kommission, Rat und Parlament haben sich auf die Neufassung der Honigrichtlinie geeinigt. Die endgültige Abstimmung darüber gilt nur noch als Formsache. Dann müssen die Mitgliedsstaaten die Richtlinie innerhalb 18 Monaten ratifizieren und innerhalb des darauf folgenden Jahres umsetzen.
Am wichtigsten ist die künftig nötige Angabe aller Ursprungsländer. Sie müssen entsprechend ihres Anteils in dem Glas in absteigender Reihenfolge angegeben werden - inklusive ihres prozentualen Anteils. Wenn der Inhalt zu 50 oder mehr Prozent aus vier Ländern stammt, dürfen nur diese vier ersten Länder benannt werden. Abkürzungen für Länder sind nur auf kleinen Packungen bis 30 g erlaubt.
Dienstag, 2. April 2024
Imkern in Slowenien
Eine interessante arte:re-Reportage über das Imkern in Slowenien, wo sich die Zahl der Bienen in den vergangenen zehn Jahren entgegen dem sonstigen weltweiten Trend nicht nur vergrößert, sondern sogar verdoppelt hat.
Porträtiert wird unter anderem die 23-jährige Tadeja Vidmar, die Honigkönigin des Landes mit langer Imkertradition, die von den Bienen leben möchte. Oder auch ein spät berufener Imker, Gorazd Trusnovec, der seine Völker über den Dächern der Hauptstadt Ljubljana hält. Das Bild rundet Nina Ilic ab, Apitherapeutin, die ihre PatientInnen mit Honigmassagen, Pollen und Gelée Royale behandelt.
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